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das Morpheus-Projekt

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Wie (jetzt) leben?

„Meine“ Werte und „mein“ Wertesystem definieren, wie ich bin, was nicht heißt, dass ich sie allgemeinverbindlich definieren könnte.

Sie beschreiben meine innere Haltung, über die man nicht diskutieren kann, sie ist weder richtig noch falsch, so wenig wie Emotionen, ich habe sie oder eben nicht. Werte und Emotionen sind nur der Versuch, den inneren Zustand eines Menschen zu beschreiben, mehr nicht.

Über die Reflexion und das Bewusstwerden eigener Werte verschaffe ich mir Klarheit darüber, wo ich gerade unterwegs bin im Leben, welchen Weg ich im Leben gehe.

Werte kann ich nicht einfach austauschen. Doch sie verfestigen oder verflüchtigen sich in dem Moment, in dem sie mir bewusst werden. Es geht alleine um Bewusstheit und nicht darum, etwas erreichen zu wollen oder gar zu sollen.

Will ich „im Einklang mit dem Kosmos“ leben, dann brauche ich mir nur bewusst zu machen, ob meine eignen Prinzipien mit den kosmischen Prinzipien übereinstimmen, was ein „In-sich-Gehen“ voraussetzt, also geistige Versenkung.

Was ich erkenne, darauf baue ich konsequenterweise mein Wertesystem auf - und damit mein Leben. Dies und die ihm zugrundeliegenden Prinzipien suche ich dann ganz bewusst in einem spezifischen Bereich meines Lebens einzuüben, meinem Zendō, wobei es nicht darauf ankommt, ob ich Motorradfahren, Kochen, Gärtnern oder mein Wohnzimmer als Übungsraum nehme, sondern etwas, womit ich oft befasst bin.

Ich nenne das den „Teeweg des Alltags“. Weil die Welt ein Lebewesen ist, zwar in sich differenziert, aber Eines, hat das, was ich als Einzelner tue, unmittelbare Bedeutung für das Ganze.